CMC-Messungen – Ergebnisse von CESIO/TEGEWA-Arbeitsgruppen

J. Venzmer

Aufgrund des aktuellen Trends zu „mizellaren“ Formulierungen werden Tensidhersteller häufig gebeten, die Existenz von Mizellen nachzuweisen und/oder Werte für kritische Mizellbildungskonzentrationen (CMC) anzugeben. Daher haben die CESIO-Arbeitsgruppe „Testmethoden von Tensiden“ und die TEGEWA-Arbeitsgruppe „Oberflächenaktive Substanzen“ Ringversuche mit „technischen“ Tensiden, d.h. Tensiden mit Alkylkettenlängenverteilungen, durchgeführt: A) Fettalkoholethoxylate mit 9EO und unterschiedlichen Alkylkettenlängen (C12-C18) und B) zwei Alkylamidopropylbetaine (Coco vs. C12).
Die verwendeten Methoden waren in der Industrie etablierte Standardverfahren, z.B. Wilhelmy-Platte, du Noüy-Ring oder die Methode des hängenden Tropfens (Pendant Drop).
Zwei Aspekte standen im Mittelpunkt dieser Arbeit: A) der Einfluss von Alkylkettenlängenvariationen auf die CMC-Werte, und B) der Einfluss der experimentellen Verfahren auf die Ergebnisse der Oberflächenspannungsmessungen.
Es besteht in der Tat ein signifikanter Einfluss des experimentellen Verfahrens auf die Oberflächenspannungswerte – insbesondere bei Tensiden mit breiter Alkylkettenverteilung.
Da diese Unterschiede meist unterhalb der CMC liegen,sind die Werte der CMCs selbst einigermaßen konsistent. Es macht jedoch wenig Sinn, „genauere“ Werte mit mehr als einer signifikanten Stelle anzugeben.
Dies sollte aber ausreichen, da die Tensidkonzentration in der Praxis immer deutlich über der CMC liegt.

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