Möglichkeiten zur Bewältigung der neuen Herausforderungen im Sonnenschutz

M. Sohn, S. Krus, M. Schnyder, S. Acker, M. Petersen-Thiery, S. Pawlowski, B. Herzog

Die Hersteller von Sonnenschutzmitteln und UV-Filtern stehen
derzeit vor akuten Herausforderungen. Einerseits ist die
rechtliche Lage bezüglich der beiden weit verbreiteten UVB-Filter
Ethylhexyl Methoxycinnamate (EHMC) und Octocrylene
(OCR) unklar, da die Bedenken hinsichtlich ihrer Sicherheit für
Mensch und Umwelt zunehmen; andererseits wird das Image
von UV-Filtern mit Nanopartikeln in der Presse und durch digitale
Apps, die ihr Sicherheitsprofil ohne wissenschaftlich gesicherte
Beweise in Frage stellen, verschlechtert. Einige Hersteller verzichten
vorsorglich auf diese UV-Filter bei der Entwicklung ihrer
neuen Sonnenschutzmittel, wodurch das Erreichen der Anforderungen
sehr erschwert wird. Für die Entwicklung wirksamer
Sonnenschutzmittel sollen hier zunächst alternative UV-Filtersysteme
ohne EHMC und OCR aufgezeigt werden. Darüber hinaus wird die Sicherheit von nanopartikulären UV-Filtern diskutiert und ihr Nutzen in Sonnenschutzmitteln erläutert, wobei gleichzeitig Möglichkeiten für alternative UV-Filtersysteme aufgezeigt werden. Weiterhin wird eine Berechnungsmethode zur Bewertung der Umweltverträglichkeit von in Sonnenschutzmitteln verwendeten UV-Filtern vorgestellt und gezeigt, dass es möglich ist, umweltverträgliche Sonnenschutzmittel zu entwickeln.
Allerdings bringt jede Einschränkung bei der Wahl der UV-Filter gewisse Kompromisse mit sich.

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