Autor J. Welzel, S. Grüdl, B. Banowski, A. Sättler, T. Förster, T. Welss
Journal Ausgabe sofw journal 3-2020

Abstract

Kosmetika steigern die Lebensqualität der Konsumenten, indem das äußere Erscheinungsbild verbessert oder unangenehme Eigenschaften wie übermäßiges Schwitzen oder starker Körpergeruch unterdrückt werden. Besonders das Schwitzen ist in extremer Ausprägung sozial stigmatisierend, wobei der zugrunde liegende biologische Mechanismus noch immer nicht vollständig aufgeklärt ist. Die einzig effektive Antitranspirant-Formulierung gegen Schweißbildung beinhaltet als Wirkstoff Aluminiumsalze, deren Verwendung zunehmend in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Um neue schweißreduzierende Technologien als Ersatz zu untersuchen und zu identifizieren, entwickelten wir bei Henkel Beauty Care ein komplexes in vitro Model der humanen ekkrinen Schweißdrüse. Dieses eigens entwickelte Zellmodell vereint alle relevanten Schweißdrüsenzellen in einer dreidimensionalen (3D) Umgebung.

Während der funktionalen Überprüfung des zellbasierten Modells konnten in vitro sowohl die Schweißstimulation als auch die Inhibition simuliert werden. Im weiteren Verlauf wurde das 3D Modell für die Untersuchung von schweißregulierenden Aktivsubstanzen verwendet. Dabei lag der Fokus auf der Veränderung ausgewählter Ionen in den Zellen, nachdem diese mit dem potenziellen Antitranspirant-Wirkstoff behandelt wurden. Der Effekt potenter Kandidaten aus diesen breiten in vitro Untersuchungen wurde anschließend in humanen in vivo Studien verifiziert – mit einem erstaunlichen Ergebnis.

Eine neue, biologisch aktive Antitranspirant-Technologie ist auf dem Weg in die Häuser der Konsumenten, um die herkömmlichen Aluminiumsalze zu verdrängen!

Zurück nach oben
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok