Autor M. Sohn, S. Krus, M. Schnyder, S. Acker, M. Petersen-Thiery, S. Pawlowski, B. Herzog
Journal Ausgabe sofw journal 7/8-2020

Abstract

Die Hersteller von Sonnenschutzmitteln und UV-Filtern stehen derzeit vor akuten Herausforderungen. Einerseits ist die rechtliche Lage bezüglich der beiden weit verbreiteten UVB-Filter Ethylhexyl Methoxycinnamate (EHMC) und Octocrylene (OCR) unklar, da die Bedenken hinsichtlich ihrer Sicherheit für Mensch und Umwelt zunehmen; andererseits wird das Image von UV-Filtern mit Nanopartikeln in der Presse und durch digitale Apps, die ihr Sicherheitsprofil ohne wissenschaftlich gesicherte Beweise in Frage stellen, verschlechtert. Einige Hersteller verzichten vorsorglich auf diese UV-Filter bei der Entwicklung ihrer neuen Sonnenschutzmittel, wodurch das Erreichen der Anforderungen sehr erschwert wird. Für die Entwicklung wirksamer Sonnenschutzmittel sollen hier zunächst alternative UV-Filtersysteme ohne EHMC und OCR aufgezeigt werden. Darüber hinaus wird die Sicherheit von nanopartikulären UV-Filtern diskutiert und ihr Nutzen in Sonnenschutzmitteln erläutert, wobei gleichzeitig Möglichkeiten für alternative UV-Filtersysteme aufgezeigt werden. Weiterhin wird eine Berechnungsmethode zur Bewertung der Umweltverträglichkeit von in Sonnenschutzmitteln verwendeten UV-Filtern vorgestellt und gezeigt, dass es möglich ist, umweltverträgliche Sonnenschutzmittel zu entwickeln. Allerdings bringt jede Einschränkung bei der Wahl der UV-Filter gewisse Kompromisse mit sich.

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