Autor J. Nussbaum
Journal Ausgabe sofw journal 12-2021

Abstract

Die Definition und Umsetzung von Maßnahmen zur Sicherung der mikrobiologischen Produktstabilität, die Erfolgskontrollen für die festgesetzten Maßnahmen, die Aufdeckung interner und externer Fehler sowie deren Korrekturen verursachen Kosten, die sogenannten Qualitätskosten. Die Minimierung dieser Kosten bei der Herstellung von Kosmetika liegt im Interesse der Kosmetikunternehmen.

Ziel dieses Dokuments ist es, ein Konzept für ein mögliches Kosten-Einsparungspotential für mikrobiologische Aufwendungen in der Entwicklung und Herstellung von Kosmetika aufzuzeigen, ohne jedoch hierdurch die Produktsicherheit des Kosmetikums zu beeinträchtigen. 

Jeder Einsparungsbetrachtung geht zunächst eine Analyse der potentiellen Fehlermöglichkeiten voraus, die zu einer Beeinträchtigung des Endproduktes führen könnten. In jedem Prozess - sei es in der Produktplanung, der Produktentwicklung oder der Herstellung von Kosmetika - lässt sich eine Vielzahl solcher potentiellen Fehlermöglichkeiten identifizieren, die nach der Wahrscheinlichkeit, dass sie zu einer deutlichen Qualitätseinbuße des Endproduktes führen werden, bewertet sowie entsprechende Schutzmaßnahmen definiert und umgesetzt werden.

In einem weiteren Schritt folgt die Betrachtung eines möglichen Einsparungspotentials von Prüfkosten und die Realisierung kostenoptimierter Maßnahmen. Es versteht sich von selbst, dass solche Optimierungsmaßnahmen frühestens dann festgelegt werden dürfen, wenn über einen längeren Zeitraum belegt werden kann, dass der gesamte Qualitätsplanungs-, Entwicklungs- und Herstellprozess zu gleichbleibend guten Ergebnissen bezüglich mikrobiologischer Reinheit und Stabilität des Endproduktes führt. Optimierungsmaßnahmen sollten mit Augenmaß festgelegt und unter Betrachtung des gesamten Prozesses auf Eignung bewertet werden. 

Dieser Artikel ist eine Fortsetzung des bereits im SOFW Journal September 2021 veröffentlichten Artikels „Mikrobiologisches Qualitätsmanagement zur Lenkung von Qualitätskosten (Teil 1)“.

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