Autor A. Gelissen, R. Rommerskirchen, J. Venzmer
Journal Ausgabe sofw journal 12-2020

Abstract

Alternativen zur Klassifizierung von Emulgatoren müssen das Hauptproblem des HLB (Hydrophile/Lipophile Balance)-Konzepts vermeiden, welches darin besteht, einem Emulgator eine einzige, „universelle“, berechnete Zahl zuzuordnen, wie in unserem vorherigen Beitrag diskutiert wurde. Bei Emulsionen muss der Einfluss der Ölphase ebenso berücksichtigt werden wie Temperatur, pH-Wert oder Salzgehalt. Beide der hier diskutierten Alternativen zum HLB verwenden einen thermodynamischen Gleichgewichtszustand als Referenz – im Falle von einem System bestehend aus Öl/Wasser/Tensid bedeutet dies eine Mikroemulsion.
Die Hydrophile-Lipophile Differenz (Hydrophilic-Lipophilic Deviation, HLD) beschreibt die Abweichung einer gesamten Formulierung aus Wasser, Öl und Tensid vom optimalen Gleichgewichtszustand. Daraus lässt sich die charakteristische Krümmung (Cc) von Tensiden bestimmen, welche eine Zahl ist, die die Hydrophilie oder Hydrophobie der Tenside beschreibt. Im Gegensatz dazu charakterisiert die PIT-Slope-Methode („Phaseninversionstemperatur-Steigung“) die Hydrophilie/Hydrophobie eines Tensids im Verhältnis zu C10E4 in einem Oktan/Wasser-System; sie ist daher ebenfalls in der Lage, alle Auswirkungen der molekularen Struktur des Tensids zu erfassen.

 

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